Und Action: Hunde in Bewegung fotografieren

Hunde sind ständig am Rennen und Herumtollen – und sind dabei die perfekten Fotomotive. In der Bewegung zeichnen sich die Muskeln ab, die Augen sind aufgeweckt und der Wind braust durch das Fell. Damit die Fotos gelingen, muss einiges rund um Perspektive, Location und natürlich Kameraeinstellungen beachtet werden.

Location: Auf jeden Fall draußen

Sich frei entfalten und nach Herzenslust rennen und toben kann der Hund am besten draußen. Deswegen sind Zimmer oder Bürgersteig nicht gut geeignet, um Ihren Vierbeiner abzulichten. Damit der Fokus des Bildes auch auf dem Hund in Bewegung liegt, sollte eine ablenkungsfreie Umgebung gewählt werden: Also am besten weite Felder oder ein schöner Wald.

Hunde in Bewegung fotografieren: Auf Augenhöhe

Die richtige Perspektive einzunehmen, ist gar nicht so einfach, denn die Kamera sollte sich auf Augenhöhe des Hundes befinden und nicht schräg von oben gehalten werden. Statt den Zoom der Kamera zu verwenden, erhält man bessere Ergebnisse, wenn der Hund angelockt wird und sich in der Nähe der Kamera aufhält. Achten Sie von vornherein darauf, dass keine Menschen im Hintergrund zu sehen sind oder störende Äste und Bänke, die vom Hund ablenken könnten.

Tipp: Wenn Sie Hunde in Bewegung fotografieren möchten, legen Sie sich flach ins Gras und fotografieren Sie den Hund ganz leicht von unten. Dadurch wirkt das Tier besonders stark, imposant und frei.

Hund in Bewegung fotografieren

Pose: Den Hund in Szene setzen

Es sieht zwar niedlich aus, wie der Hund gemütlich über die Wiese trottet und nach Spuren sucht, aber wirklich eindrucksvolle Bilder entstehen, wenn der Vierbeiner rennt und sich die Muskeln abzeichnen oder der Hund hoch in die Luft springt. Nehmen Sie das Lieblingsspielzeug mit zum Shooting oder werfen Sie Stöckchen. Manchmal werden Fotos erst richtig interessant, wenn das Spielzeug mit abgelichtet wird. Die Farben zum Beispiel von schwarzem Hund, grüner Wiese und rotem Ball setzen sich kontrastreich voneinander ab.

Packt den Hund der Übermut und das Fell steht vom Herumtollen zu Berge oder ist dreckig, hilft es, eine Sprühflasche mit Wasser zur Hand zu haben. Befeuchten Sie das Fell, indem Sie Wasser in Ihre Hände sprühen und dann Hand anlegen, damit der Hund nicht erschrickt, und streichen Sie es glatt, dann glänzt es elegant in der Sonne.

Kameraeinstellungen: Blende und Verschlusszeit abstimmen

Bevor die richtigen Einstellungen vorgenommen werden können, müssen Sie sich fragen, welches Ziel das Foto hat, wenn Sie Hunde in Bewegung fotografieren: Soll die Schnelligkeit des Hundes betont werden oder soll er möglichst scharf abgelichtet werden?

rennenden Hund fotografieren

Soll der Hund, wie sprintende Sportler, leicht unscharf fotografiert werden, muss die Belichtungszeit manuell erhöht werden. Gleichzeitig ist ein Stativ unverzichtbar, damit der Hintergrund scharf abgebildet wird.

Soll die Bewegung des Hundes eingefroren werden, dann müssen ebenfalls entsprechende Kameraeinstellungen getroffen werden. Im Folgenden einige Richtwerte:

  • Die Verschlusszeit auf mindestens 1/500 einstellen
  • Eine große Blendenzahl verwenden (das bedeutet, die Blendenöffnung wird sehr klein) für Tiefenschärfe
  • Ein Objektiv mit maximal 70 mm Brennweite verwenden
  • Wenn möglich, die Serienbildfunktion einstellen, damit das perfekte Bild später ausgewählt werden kann – Profis kriegen das perfekte Bewegungsbild nach vielen Übungsstunden auch ohne Serienbildfunktion
  • ISO-Wert möglichst gering halten, um Bildrauschen zu vermeiden

Wenn die Kamera einen halbautomatischen Modus unterstützt, brauchen Sie nur eine kurze Verschlusszeit einstellen und die Kamera-Software berechnet die passende Blendenzahl und Lichtempfindlichkeit.

Wer sich mit Bildbearbeitung auskennt, nimmt Fotos am besten im RAW-Format auf, denn so lassen sie sich später am PC optimal bearbeiten. Generell sollte die Auflösung, in der die Bilder auf der Kamera gespeichert werden, im Vorfeld sehr hoch eingestellt werden. So kann später am Computer immer noch manuell der perfekte Bildausschnitt gewählt werden.

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Dieser Artikel ist ein Beitrag von rahmendirekt.de, dem Online-Shop für individuelle Bilderrahmen. – Gespürnase dankt für den Gastbeitrag!

 

Fotos:
Titelbild: © rahmendirekt.de
Artikelbilder:
1. & 3. Foto: © Bianca Wellbrock
2. Foto: © Lotta rennt (Eselsmann™/ Flickr, CC BY 2.0)

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