Knigge für Hundehalter & Hundefreunde

Heute erfülle ich einen Beitragswunsch: Eine befreundete Nicht-Hundehalterin, die Hunde jedoch liebt und sie gerne als Gäste-Begleitung in ihrem hübschen Mannheimer Laden „Aroma Station“ begrüßt, wünschte sich einen Blogbeitrag, in dem der Umgang mit Hunden für Nicht-Hundehalter, jedoch auch der von Hundehaltern untereinander erklärt wird – eine Art Hundeknigge also. Eine tolle Beitragsidee – diesen Wunsch erfülle ich gerne! Hast auch du einen Themenwunsch, kannst du ihn gerne in den Kommentaren, auf der Facebook-Fanpage oder per E-Mail mitteilen.

Knigge für Hundehalter: kenne deinen Hund

Es mag banal klingen, der Alltag zeigt jedoch, dass dieser Punkt gar nicht so banal ist: Als Hundehalter bist du in der Pflicht, die Signale deines Hundes sowie seine Reaktionen auf verschiedene Umweltsituationen wie Artgenossen oder Kinder zu kennen. Welche Signale sendet dein Hund aus, wenn er einen Konflikt vermeiden möchte? Welche, wenn er überfordert ist?

Hunde sind Individuen und auch, wenn es eine universelle „Hundesprache“ gibt, sollte jeder Halter die Signale seines eigenen Vierbeiners deuten können, um gelassen durch den Alltag zu kommen. „Gelassen“ bedeutet keinesfalls, dass dein Hund vor nichts und niemanden Angst haben oder nie bellen darf – wir sprechen von individuellen Lebewesen, die alle ihre ganz eigene Geschichte haben.  Gelassen meint viel mehr, dass sich keine anderen Personen und Tiere von deinem Hund bedroht oder auch „nur“ belästigt fühlen.

Management-Maßnahmen helfen weiter: ein Hund, der jagen geht, sollte ein Antijagdtraining mitmachen und angeleint werden, bis das Problem aus der Welt ist. Ein Hund, der Angstaggressionen gegenüber Artgenossen zeigt, trägt einen Maulkorb oder wird so an der Leine geführt, dass kein Kontakt zu Artgenossen entstehen kann.

Leinen-Knigge – sei bitte rücksichtsvoll

Ja, ja, die Leine ist ein leidiges Thema. Wir Hundehalter sind schon ziemlich in Verruf geraten; man sieht es leider an der steigenden Anzahl an Giftköder-Meldungen. Würden wir alle – Hundehalter und Nicht-Hundehalter – etwas mehr Rücksicht aufeinander nehmen, liefe es besser. So gilt etwa: In Siedlungen und Wohngebieten, insbesondere an der Straße, auf Spielplätzen sowie Sportanlagen, in der Nähe von Kindergärten und Schulen werden Hunde angeleint.

Mag sein, dass ich mich nun zur Spaßbremse mache; wohl gerade für Halter, die der Meinung sind, ihr Hund weiche ihnen nie von der Seite. Jedoch kann immer etwas passieren, was den Vierbeiner aus dem Konzept bringt. Ein Beispiel aus dem Alltag: unsere Hündinnen haben um die Ecke einen Hundekumpel; ein gestandener Rüde. Nun sind unsere Damen läufig. Der sonst so brav bei seinem Menschen laufende Rüde verlor seine Sinne: er wollte über die Straße rennen, als gerade ein Auto kam. Der Fahrer musste ordentlich auf die Klötzer treten, um rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Das Herrchen des Rüden stand fassungslos am Straßenrand und brüllte seinen Hund zusammen – komisch, der hört doch sonst immer … Wenn der Autofahrer den Rüden mitgenommen hätte, wäre das wohl der Schock seines Lebens. Die Welt wäre schlimmstenfalls um eine tolle Hundeseele ärmer und das Herrchen wäre wohl nicht mehr froh geworden. Das kann wirklich niemand wollen. Also bitte: leine deinen Hund einfach an.

angeleinte Hunde

Hunde und Hormone

Wo wir gerade beim Thema Läufigkeit sind: Läufige Hündinnen gehören an die Leine! Wenn dir deine Hündin leidtut, weil sie nun nicht freilaufen kann, dann nimm bitte eine lange Schleppleine. Läufigkeit heißt auch Läufigkeit, weil Hündinnen hormongesteuert weglaufen. Und läufige Hündinnen gehören nicht auf die Hundewiese! Ich erlebe immer wieder, wie Hundehalter mit ihren läufigen Mädels leinenlos auf den Hundewiesen herumtollen – ohne Nachwuchs zu wollen, wohl gemerkt. Es ist mir absolut unklar, wie man so wenig Verantwortungsbewusstsein besitzen kann!

Rüden (und auch andere Hündinnen) drehen naturbedingt komplett durch, wenn sie die Duftmarken einer läufigen Hündin erschnüffeln – es ist kaum mehr ein normaler Gassigang möglich. Läufige Hündinnen gehören an die Leine und nie auf die Hundewiese. Nutzt die Gelegenheit für ruhige Waldspaziergänge oder fürs Laufen in Gebieten, in denen die Leine ohnehin vorgeschrieben ist.

Hundefreilaufflächen für den Freilauf

„Leinen los“, heißt es in dafür vorgesehenen Gebieten. Und kein Hundehalter im Hamburger Raum braucht sich über einen Mangel an eben solchen Gebieten zu beschweren, denn wir sind gesegnet mit etlichen Hundefreilaufflächen, auch für jene, die keine Leinenbefreiung besitzen. Die Website hundewiese-hamburg.de listet sämtliche Freilaufflächen auf und hat diese sogar Praxistests unterzogen. Nach Stadtgebieten sortiert, wirst du hier definitiv fündig!

Lässt du deinen Hund an einem dieser zahlreich vorhandenen Plätze laufen, dann sorge bitte dafür, dass du deine Pelznase immer im Blick hast. An unübersichtlichen Stellen rufst du deinen Hund zu dir und er bleibt idealerweise so lange, bis du die Situation wieder überblicken kannst.

„Bitte leinen Sie Ihren Hund an!“

Werdet ihr von entgegenkommenden Passanten, egal, ob mit oder ohne Hund, darum gebeten, euren Hund anzuleinen, seid so gut und kommt dem nach. Einige Menschen haben Angst vor Hunden, auch wenn sie noch so süß sind und garantiert nichts tun. Andere mögen Hunde schlichtweg nicht – auch das sollte man einfach akzeptieren.

Bittet ein anderer Hundehalter ums Anleinen, kommt dem bitte auch nach! Als Halterin von Angsthunden und Tierheim-Trainerin weiß ich, wie anstrengend die Diskussionen sein können. Wir, die wir nicht wollen, dass eure Hunde auf unsere zustürmen (oder auch ganz ruhig auf sie zugehen), wissen, dass eure nichts tun – das wollen wir mit der Bitte, dass ihr eure „Tut-nixe“ anleint, überhaupt nicht sagen.

Wir möchten mit unseren Hunden an ihrer Angst arbeiten, wozu Distanz unsagbar wichtig ist, und dafür sorgen, dass sie euren Hunden nichts tun oder sich völlig panisch aus dem Geschirr winden und auf nimmer wiedersehen verschwinden. Bitte: leint eure Hunde an oder lasst sie wenigstens nicht zu Artgenossen, wenn Halter darum bitten. Tausend Dank!

Belästigungen vermeiden

Ob mit Leine oder ohne: jeder Hundehalter hat darauf zu achten, keine Personen oder andere Tiere zu belästigen. Führe deinen Hund idealerweise auf der abgewandten Seite, wenn dir Menschen entgegenkommen oder du jemanden überholst. Nimm bitte besondere Rücksicht auf Menschen, die Kinder oder Kinderwagen bei sich haben, bei alten und behinderten Mitbürgern und bei Sportlern wie Radfahrern oder Joggern.

Pinkelprobleme

Zu dieser Rücksichtnahme gehört es auch, den Rüden eben nicht an jede Häuserwand oder an jedem Kundenstopper pinkeln zu lassen – bei aller Tierliebe: das muss wirklich nicht sein! Und auch Hündinnen dürfen um den Grund und Boden Fremder herumgeführt und zum Geschäfte erledigen auf öffentliche Flächen gelassen werden.

Nun sind Hunde eben keine Menschen, denen man sagen kann, dass sich das nicht gehört, und manchmal kann es passieren, dass der Rüde das Beinchen hebt oder die Hündin sich setzt, wo es nicht gewollt ist. Ewiger Dank wird euch zuteil, wenn ihr euch einfach entschuldigt – es ist nervig, wenn der hauseigene Rasen oder das Werbeschild vor dem Laden als Klo missbraucht wird.

Welcome to Tulum!

Apropos Geschäft: das große Geschäft vom Hund wird immer weggeräumt! Auch bei der Versorung mit Hundekotbeuteln können wir Hamburger doch wirklich nicht meckern: Gassitüten bekommst du bei BUDNI, bei dm, auf den städtischen Recyclinghöfen, bei der Gehwegreinigung, bei den Kümmerern und an den Infotafeln der Hunde-Lobby kostenfrei. Nichts davon in deiner Nähe? Dann investiere das Porto von 1,45 € für 50 kostenfreie Gassibeutel; die Stadt sendet sie sogar per Post! Alle Infos dazu hält die Stadtreinigung Hamburg bereit.

Konfliktvermeidung gehört auch zum Hundehalter-Knigge

Entsteht doch mal ein Konflikt, klärt das bitte höflich. Unterstützt Vorurteile gegenüber Hundehaltern bitte nicht noch, sondern verhaltet euch cool und gelassen. Was bei euren Hunden hilft, hilft auch bei Menschen – Konflikte lassen sich ruhig besser lösen als durch lautstarke Unhöflichkeiten. Klar, es gibt – man möge unsere Ausdrucksweise verzeihen – viele A****löcher da draußen, die mit eurer Höflichkeit nichts anzufangen wissen. Zeigt einfach, dass ihr klüger seid, indem ihr gelassen aus der Situation geht.

Noch mal das böse Wort: Tatsächlich soll es schon A****löcher gegeben haben, die fremde Hunde getreten oder geschlagen haben. Auch gibt es Menschen, die Hunde einfach zu gerne streicheln. Hier gilt es, den eigenen Hund zu beschützen. Während man Handgreiflichkeiten kommentarlos aus dem Weg gehen sollte, ist es beim ungewollten Streicheln einfach der Höflichkeit geschuldet, dem Gegenüber die Situation kurz zu erklären: Der Hund möchte nicht von jedermann gestreichelt werden, er hat Angst, ist krank, ihr seid im Training, was auch immer. Bitte einfach um Verständnis, in mindestens 95 % der Fälle wird man es dir entegegenbringen. Wenn nicht, ärgere dich nicht: Vielleicht hat dein Gegenüber einfach einen miesen Tag – passiert, abhaken, weitergehen.

Knigge für Nicht-Hundehalter: viel fragen hilft viel

Liebe Hundefreunde, es ist toll, wenn ihr euch zu unseren Pelznasen hingezogen fühlt! Da die eigenen Hunde die weltschönsten und weltbesten für uns Halter sind, sind wir, ehrlich gesagt, immer aufs Neue verzückt, wenn Hundefreunde und Nicht-Hundehalter unsere Näschen ähnlich toll finden.

Nun existieren jedoch da draußen Vierbeiner, die erst lernen müssen, in unserer Welt zurechtzukommen. Immer mehr Tierschutzhunde finden ihren Weg in unsere Haushalte – sie sind oft ängstlich gegenüber Menschen, da sie nichts Gutes von Menschen erlebt haben. Ihr unterstützt die Halter solcher Hunde und die Vierbeiner selbst, indem ihr grundsätzlich fragt, bevor ihr in Aktion mit der Pelznase treten wollt. Sinnvolle Fragen sind:

  • Darf ich den Hund streicheln? – Sei bitte nicht sauer, wenn du ein „Nein“ hörst. Vielleicht sind Hund & Halter im Training, vielleicht kränkelt der Hund oder er mag den Kontakt zu fremden Menschen nicht sonderlich. Es liegt nicht an dir, dass es gerade nicht geht, sondern ist ausschließlich im Sinne des Vierbeiners.
  • Darf ich ihm ein Leckerchen geben? – Immer mehr Hunde leiden an Allergien. Es ist toll, wenn du als Nicht-Hundehalter Köstlichkeiten für Pelznasen bei dir führst (ja, schon häufiger erlebt – ich freue mich dann immer sehr über so viel Aufmerksamkeit!). Jedoch vertragen nicht alle Hunde alles. Ein „Nein“ ist nicht gegen dich gerichtet, sondern soll der Pelznase lediglich helfen.

sirius

Unsichere & ängstliche Hunde: ignorieren hilft

Wenn du aus dem Gespräch mit dem Halter des Hundes erfährst, dass der Hund womöglich ein Angstthema hat, verhältst du dich am besten, als gäbe es den Hund gar nicht. Ja, das ist schwer – vor allem, wenn der Hund so süß ausschaut und du ihm gar nichts tun möchtest. Nicht-Hundehalter reagieren für gewöhnlich so:

Sie beugen sich herab zum ängstlichen Hund und säuseln: „Ich will dir nichts tun, komm mal her, du musst keine Angst haben!“ Was der Mensch so lieb meint, fasst der Hund jedoch womöglich als Bedrohung auf: Er versteht deine Worte nicht und sieht nur, dass du dich zu ihm beugst. Nun ist das unter höflichen Hunden eine Bedrohung. Der Blick in seine Augen, eventuell noch eine ausgestreckte Hand … das wirkt nicht vertrauensvoll auf den Hund.

Ein Hund fasst dann am schnellsten Vertrauen, wenn er weder angeguckt noch berührt oder angesprochen wird. So kann der Hund erst mal an dir schnüffeln und erfahren, wer du überhaupt bist. Hunde sind Nasentiere und der Geruch von dir ist für den Hund bedeutungsvoller als Worte. Hunde, die unsicher oder ängstlich sind, reagieren auch erleichtert, wenn du dich hinhockst, um dich klein zu machen, und dich etwas vom Hund abwendest. Du signalisierst: Hey, ich tu‘ dir nichts, schnüffel mich erst mal ab und dann sehen wir weiter. Du entspannst die Situation damit ungemein! Danke für deine Rücksichtnahme – im Namen aller Angsthundehalter!

Hibbelhunde: bitte ebenfalls ignorieren

Auch gibt es hibbelige Hunde, die abdrehen, wenn ein Mensch ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Für alle Anwesenden ist das immer ein Riesenspaß – nur für einen nicht: Den Halter des Hibbel-Hundes. Der hat nämlich, wenn ihr schon lange weg seid, immer noch ordentlich damit zu tun, den Hund wieder runterzuholen und zu beruhigen. Bei Begegnungen mit solchen Hibbel-Hunden neigen Menschen dazu, mit schriller Stimme Dinge zu sagen wie „Ja, du bist aber ein Süßer!“ Dabei wuscheln sie ausgelassen im Fell herum, während sich der Vierpföter immer höher schaukelt.

Hundehaltern mit Hibbelhunden ist enorm geholfen, wenn du stehenbleibst oder in die Hocke gehst und den Hund mit langen, langsamen Strichen streichelst. Wenn deine Stimme ruhig und eher gemütlich-tief brubbelt, schaukelt sich die Pelznase nicht so hoch und der Hundehalter kann nach der Kuschel-Session entspannt seiner Wege gehen. Danke auch für deine Rücksichtnahme im Namen aller Hibbel-Hunde-Halter!

Weitere Möglichkeiten gegenseitiger Rücksichtnahme

Hundehalter sind auch nur Menschen, und diese Menschen führen ein nicht-menschliches Wesen an der Leine. Nicht jeder Hund möchte uns Schaden zufügen – genau genommen wollen das die wenigsten Hunde. Hast du Angst vor Hunden, sprich doch mal uns Hundehalter an. Wir unterstützen dich gerne, indem wir dir grundlegende Punkte erklären, die dir helfen können, mit deiner Hundeangst umzugehen. Sei dir gewiss: Niemand würde über deine Angst lachen, sondern wir Hundehalter zeigen uns offen und angenehm überrascht, wenn du einfach dazu stehst. So können wir rücksichtsvoll miteinander umgehen.

lucy

So kannst du mit deiner Hundeangst umgehen

Ein kleiner Tipp mit großer Wirkung folgt sofort: Ignoriere den Hund, der dir Angst macht, so gut es geht. Bitte den Hundehalter, den Hund nicht zu dir zu lassen, und schaue ihn nicht an. Wendest du den Kopf ab und verzichtest du drauf, dem fremden Hund in die Augen zu starren, ist die Wahrscheinlichkeit, das etwas passiert, auf ein Minimum begrenzt.

Schwierig, gell? Den Angstauslöser behält man gern im Blick … Du kannst das Ohr des Hundes prima anschauen oder leicht an ihm vorbeischauen. Schon das entschärft die Situation ungemein und du behältst den Hund, der dir Angst macht, im Blickfeld. Erklärst du dem Halter noch zusätzlich, dass du ängstlich bist, unterstützt er dich sicherlich und hält seinen Vierbeiner auf Abstand.

Und noch ein Tipp: Kommt ein Hund unangeleint und bellend allein auf dich zu, wende dich bitte ruhig ab (das ist schwer, da du dein Angst-Subjekt gerne im Auge behalten möchtest – versuche, ihn aus den Augenwinkeln zu beobachten und verzichte unbedingt auf direktes In-die-Augen-schauen, da der Hund dies als Bedrohung auffassen kann). Versuche, in langsamem Tempo vom Hund weg zu gehen. Sprich nicht mit dem Hund, versuche, so ruhig wie möglich zu atmen, und lasse die Arme locker am Körper hängen.

Die Sache mit der Höflichkeit …

Wirst du von einem Hundehalter gegrüßt, wäre es toll, wenn du zurück grüßt. Das hilft auch dem Hund, denn ein lockeres „Moin“ ist für alle Beteiligten angenehmer als betretenes oder gar angestrengtes Schweigen. Habt ihr Kinder bei euch, erklärt ihnen bitte, dass sie den fremden Hund nur nach dem Fragen und der Erlaubnis des Halters streicheln dürfen. Nicht jeder Hund kommt mit Kindern zurecht.

Möchtet ihr selbst oder eure Kinder den Fremdhund streicheln und ist dies abgesprochen mit dem Hundehalter, tätschelt dem Hund bitte nicht auf dem Kopf herum – das mögen Hunde gar nicht gern. Streichle lieber an der Seite oder an der Brust. Idealerweise nimmt der Hund selbst Kontakt zu dir auf, daran siehst du, dass der Hund jetzt gerne gestreichelt wird.

Die Sportler und die Hundehalter

Ein Reizthema: Jogger und Fahrradfahrer versus Hundehalter. Der Hundehalter fühlt sich im Recht, wenn er seinen Hund freilaufen lässt und der Jogger/ Fahrradfahrer muss es eben aushalten, dass ein fremder Hund hinter ihnen her jagt oder sie verbellt. Auch der Jogger/ Fahrradfahrer fühlt sich im Recht, wenn er darauf verzichtet, sein Tempo zu drosseln, und pöbelt tüchtig rum, wenn der Hund bellt.

Wie wäre es denn mal mit einem Perspektivwechsel? Wie oben erwähnt, leine ich als Hundehalter meinen Vierbeiner an oder behalte ihn zumindest solange ruhig bei mir, bis Jogger oder Radfahrer passiert sind. Daraus lässt sich ein herrliches Spiel machen: Lasse deinen Hund immer absitzen oder einen Trick vorführen, sodass beizeiten der herannahende Sportler zum Auslöser für das Sitz oder einen Trick wird.

the jogger

Auf der anderen Seite gehören die Wege dieser Welt eben nicht nur den Sportlern. Auch hier ist ein Perspektivwechsel angesagt: Ein Hund ist ein Lebewesen, das nicht immer „funktionieren“ kann, darf und/ oder muss. Liebe Jogger und Radfahrer: Es wäre uns eine Hilfe, wenn ihr euer Tempo etwas drosselt, wenn ihr Hundehalter seht. So gebt ihr uns genügend Zeit, unsere Hunde heranzurufen und zu reagieren. Wir haben übrigens auch nichts gegen ein freundliches „Moin“ und grüßen gerne auch zurück.

Was meint ihr: Wollen wir das künftig einfach so machen? Wir Hundehalter nehmen Rücksicht, indem wir unsere Hunde bei uns behalten, ihr drosselt einfach ein wenig euer Tempo und wir kommen prima aneinander vorbei. Klingt gut, oder? – In unserer Gegend teilen sich Hundehalter, (Renn-)Radfahrer und Jogger größtenteils freundlich entsprechende Wege, es funktioniert in 90 % der Fälle gut und wenn selbst ein zügig fahrender Rennradfahrer ein „Danke“ für uns übrig hat, freuen wir uns sehr!

 

Fotos:
Titelbild: „unconditional“ von Brandon, Lizenz: CC BY 2.0
Artikelbilder:
Dogs“ von Kristine Paulus, Lizenz: CC BY 2.0
Welcome to Tulum!“ von Sean and Lauren, Lizenz: CC BY 2.0
Sirius“ von Dan Foy, Lizenz: CC BY 2.0
Lucy“ von Marilyn Peddle, Lizenz: CC BY 2.0
the jogger“ von Pixel Addict, Lizenz: CC BY 2.0

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